Aktuelles

Veranstaltungsreihe "KReDo-Lectures" im Wintersemester 2018/2019

Im Wintersemester 2018/2019 veranstaltet das Kompetenzzentrum die KReDo-Lectures. Die Terminübersicht gibt es hier zum Herunterladen.

24.10. Entwicklungsorientierte Radikalisierungsprävention

Im Vortrag wird ein neues Radikalisierungsmodell vorgestellt. Es orientiert sich an unterschiedlichen entwicklungsbezogenen Erkenntnissen zu Radikalisierungsprozessen und versteht sich als integratives Modell zur Erklärung von politisch und religiös begründetem Extremismus. Aufbauend auf diesen Überlegungen werden Möglichkeiten der Prävention vorgestellt und im Hinblick auf ihre Wirksamkeit diskutiert.

Prof. Dr. Andreas Beelmann (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

17.00 Uhr, Seminarraum 420 (Hauptcampus, Universitätsstr. 1)

29.11. Propaganda, Hate Speech und Gegenrede - Ideen zur Extremismus-Prävention in Social Media

Im Vortrag wird ein Überblick über die Forschung zu Hate Speech und extremistischer Propaganda im Internet und ihrer Wirkung auf (häufig jüngere) Internetnutzer*innen gegeben. Es werden Präventionsmaßnahmen vorgestellt, die ein Gegengewicht zu Propaganda-Botschaften darstellen und letztendlich einer möglichen Radikalisierung vorgreifen sollen. Anschießend werden präventive Ansätze und erste empirische Befunde diskutiert, beispielsweise aus dem interdisziplinären EU-Projekt CONTRA, in dem Lerneinheiten zur Förderung von Medienkritikfähigkeit zu Internetpropaganda in Schulen evaluiert wurden.

Prof. Dr. Diana Rieger (Universität Mannheim)

17 Uhr, Seminarraum 420 (Hauptcampus, Universitätsstr. 1)

19.12. Populismus – Gefahr für die Demokratie oder nützliches Korrektiv?

„Populismus“ hat seine mediale Karriere erst um 1989 angetreten, aber das Phänomen ist, auch in Europa, älter und geht schon auf die 1970er Jahre zurück. Deutschland galt lange als populismusresistenter Sonderfall. Die vergleichsweise noch junge AfD zeigt indessen, dass es auch hierzulande einen fruchtbaren Boden für den auch in anderen Ländern wachsenden Protest gegen die Politik der etablierten Parteien gibt. Der Vortrag versucht, den Ursachen auf soziostruktureller, politischer und kultureller Ebene nachzugehen.

Prof. Dr. Karin Priester (Universität Münster)

17 Uhr, Seminarraum 202 (Hauptcampus, Universitätsstr. 1)

23.01. Zwischen Populismus und Faschismus: die europäische radikale Rechte im Ost-West Vergleich

Der Vortrag bietet einen international vergleichenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen des Rechtsradikalismus in Europa. Dabei legt er in Abgrenzungen zur vorherrschenden Populismus-Diskussion ein Konzept zugrunde, das Rechtsradikalismus modernisierungstheoretisch als Abwehr von gesellschaftlicher Differenzierung und rapidem soziokulturellem Wandel begreift. Ideologisch handelt es sich im Kern um einen populistischen Ultranationalismus mit diversen Strömungen vom Faschismus und gewaltbereiten Rechtsextremismus bis zum populistisch auftretenden Ethnozentrismus; organisatorisch tritt die radikale Rechte in den verschiedenen Formen von Parteien, Bewegungen und Milieus auf. Darauf aufbauend werden zwei grundlegende Beobachtungen vorgestellt und erläutert.

Die erste Beobachtung zielt auf die Erneuerung der radikalen Rechten in westlichen Gesellschaften, welche nicht mehr klar anti-demokratisch und dazu in wachsendem Maße ethnozentrisch und islamfeindlich statt offen rassistisch auftritt. Die zweite Beobachtung bezieht sich auf einen Ost-West Gegensatz in Europa nach 1989. In den neuen Demokratien Mittel- und Osteuropas haben sich rechtsradikale Parteien und Bewegungen formiert, welche eher rückwärtsgewandt, antidemokratisch und offen rassistisch auftreten als ihre Pendants im Westen.

Prof. Dr. Michael Minkenberg (Europa Universität Frankfurt an der Oder)

19.30, Hörsaal 5 (Hauptcampus, Hörsaalgebäude)

Die neue Leipziger Autoritarismus-Studie 2018 (ehem. "Mitte"-Studie)

Vortrag am 24.10.: Entwicklungsorientierte Radikalisierungsprävention

Im Vortrag wird ein neues Radikalisierungsmodell vorgestellt. Es orientiert sich an unterschiedlichen entwicklungsbezogenen Erkenntnissen zu Radikalisierungsprozessen und versteht sich als integratives Modell zur Erklärung von politisch und religiös begründetem Extremismus. Aufbauend auf diesen Überlegungen werden Möglichkeiten der Prävention vorgestellt und im Hinblick auf ihre Wirksamkeit diskutiert.

Referent: Prof. Dr. Andreas Beelmann (Friedrich-Schiller-Universität Jena, Direktor des Jenauer Kompetenzzentrums für Rechtsextremismusforschung)

Der Vortrag findet am Mittwoch, 24.10.2018, 17 Uhr im Seminarraum 420 (Seminargebäude Hauptcampus, Universitätsstraße 1) statt.

Neue Studie: Die Parteien und das Wählerherz 2018

In der Analyse geht es um die Wahlpräferenz im Zusammenhang mit dem Nettoeinkommen, Arbeitslosigkeit, Geschlecht, Bildung, Konfession sowie Aussagen zu Autoritarismus und Narzissmus. Datengrundlage sind Daten einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage in Deutschland im Zeitraum von November 2017 bis Februar 2018. Die Studie ist hier abrufbar.

Buch zur Inneren Sicherheit in Sachsen

Opfer schwerer Gewalttaten leiden oft dauerhaft unter Ängsten, einem niedrigen Sicherheitsempfinden und einem Verlust an Vertrauen. Sie und zahlreiche andere Menschen haben zunehmend das Gefühl, der Staat müsse mehr für die innere Sicherheit tun.

Vor diesem Hintergrund ist die innere Sicherheit ein bedeutendes, allerdings wenig wissenschaftlich reflektiertes Politikfeld. Der Soziologe Dr. Alexander Yendell und der Religionssoziologe Prof. Dr. Gert Pickel von der Universität Leipzig haben jetzt in Zusammenarbeit mit der Kulturwissenschaftlerin und Journalistin Karolin Dörner ein Buch zu diesem Thema herausgegeben. Der Titel lautet: "Innere Sicherheit in Sachsen - Beiträge zu einer kontroversen Debatte". Weitere Informationen gibt es in der Pressemitteilung zur Veröffentlichung des Buches.

Studie "Polarisiert und radikalisiert? Medienmisstrauen und die Folgen für die Demokratie"

In der Reihe der Otto-Brenner-Stiftung-Papiere ist die Studie zum Thema des Misstrauens in Medien und dessen Folgen für die Demokratie erschienen. Die Studie ist online verfügbar.

Start der beiden Forschungsprojekte "Jule 17" und "Konfliktraum Leipzig"

Die beiden Forschungsprojekte "Jugendstudie Leipzig 2017" und "Konfliktraum Leipzig" sind gestartet! Ausführliche Informationen zu den Projektinhalten sind auf den jeweiligen Homepages zu finden.

Opfer - Kritische Theorie und Psychoanalytische Praxis

Hrsg. von Tobias Grave, Oliver Decker, Hannes Giessler und Christoph Türcke

Psychosozial Verlag

Extremismus in Sachsen

Herausgegeben von Gert Pickel und Oliver Decker       

Leipzig: Seemann Henschel

Vom KZ zum Eigenheim - Bilder einer Mustersiedlung

Aus der Arbeitsgruppe der Leipziger "Mitte"-Studien. Ein Projekt von Autorenfotografie und Sozialforschung: Oliver Decker, Frank Berger und Falk Haberkorn

zu Klampen! Verlag

Die Leipziger "Mitte"-Studie 2016

German Perspectives on Right Wing Extremism

German Perspectives on Right Wing Extremism

Ed. Johannes Kiess, Oliver Decker & Elmar Brähler
New York: Routledge

Heft 1/2016 von "Psychosozial" Postwachstumsgesellschaft - Subjektivität - Demokratie

Psychosozial-Band 143


Hrgs. von Oliver Decker & Dennis Eversberger


Mit Beiträgen von:
Ingolfur Blühdorn, Michaela Christ, Oliver Decker,
Dennis Eversberg, Stefanie Graefe, Diana Lindner

letzte Änderung: 04.12.2018